Veranstaltung

21. 8.
14:30 Uhr

Café Karussell

Mexico - Land der Toten?

Mit Mexico verbinden wir in den letzten Jahren hauptsächlich Kämpfe zwischen Drogenkartellen und Morde durch kriminelle Banden. Aber Mexico ist unendlich viel mehr: Das Land ist seit 1821 unabhängig. 1910 beendete der indigene Benito Juarez die lange Diktatur des autoritär regierenden Porfirio Díaz durch eine nationale Revolution. Mexicos entwickelte in der Folge ein "überbetontes Nationalbewußtsein" (Die Zeit, 29.1.1971), repräsentiert in der PRI, der „Partei der institutionalisierten Revolution“, die allerdings spätestens seit den Wahlen 2000 das Vertrauen der Bevölkerung verspielt hatte. Die mexikanische Kultur ist geprägt durch den Rückgriff auf präkolumbianische Traditionen, auch um die Kolonisierung durch die Spanier zu relativieren, was uns die Kultur allerdings auch fremd macht: Die Sonnenpyramide und die Mondpyramide von Teotihuacan lösen Erinnerungen an die Menschenopfer der Azteken aus. Gleichzeitig gibt es traumhafte Strände, den Karneval von Veracruz, den "Día de los Muertos", das Totenfest, an dem mit Humor der Vorfahren gedacht wird Kann man als Europäer dieses Land überhaupt verstehen? Javier Legoretta (angefragt) wird uns sein Heimatland mit Leidenschaft näher bringen. Zum besseren Verständnis des Landes gibt es Cocktails mit Mezcal, dem berühmten Agavenschnaps.